Ukraine 2026
Projekt 3
Unser dritter Hilfstransport 2026 erreichte drei Regionen der Ukraine und brachte gezielte Unterstützung für Krankenhäuser und Rettungsdienste.
Die Krankenhäuser in Mykolaiv und Kherson, die wir bereits in früheren Transporten beliefert haben, erhielten erneut medizinisches Verbrauchsmaterial. Die Freiwillige Feuerwehr in Odesa wurde mit spezialisiertem Rettungs- und Atemschutzmaterial ausgestattet.
In Mykolaiv besuchten wir die Geburtsklinik des Kinderkrankenhauses. Beim letzten Transport hatten wir essentielles Beatmungsmaterial geliefert. Dieses Mal konnten wir mit eigenen Augen sehen, wie es eingesetzt wird. Die Ärzte zeigten uns ein Neugeborenes, das nach eigener Aussage nur dank diesem Material am Leben ist. Es sind solche Momente, die zeigen, was humanitäre Hilfe wirklich bedeutet.
Region Odesa
Freiwillige Feuerwehr Odesa
Die Freiwillige Feuerwehr Odesa unterstützen wir mit diesem Transport bereits zum zweiten Mal. Die Freiwillige Feuerwehr arbeitet ohne staatliche Grundversorgung, mit eigenen Mitteln und auf eigene Kosten. In Kriegszeiten bedeutet das, dass lebenswichtige Ausrüstung schlicht fehlt.
Geliefert wurden Pressluftatmer sowie Atemschutzflaschen für Einsätze in verrauchten oder gefährlichen Umgebungen. Dazu kamen hydraulische Rettungsgeräte, Rettungsgurten, Bandschlingen, Fixierseile und Kletterhelme, also Ausrüstung, die bei der technischen Rettung von Menschen aus Trümmern oder eingestürzten Gebäuden unverzichtbar ist. Gerade in einer Stadt wie Odesa, die regelmässig Ziel von Raketenangriffen ist und zu den bevölkerungsreichsten Städten der Ukraine gehört, kann diese Ausrüstung den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten.
Gespendete Hilfsgüter
Region Mykolaiv
Städtisches Krankenhaus und Rettungsdienst Mykolaiv
Das städtische Krankenhaus Nr. 3 in Mykolaiv ist eine der zentralen medizinischen Anlaufstellen der Region. Es arbeitet eng mit Rettungsdiensten zusammen, die regelmässig Verwundete aus aktiven Frontgebieten in der Region Kherson evakuieren.
Beim Transport erhielten das Krankenhaus sowie ein vor Ort stationierter Rettungsdienst medizinische Verbrauchsmaterialien, Rettungsmaterial und Ausrüstung für die Behandlung und Stabilisierung von Patientinnen und Patienten.
Der Einsatz dieser Rettungskräfte spielt sich unter dauerhaft schwierigen Bedingungen ab. Die gelieferte Ausrüstung trägt dazu bei, die medizinische Versorgung auch unter hoher Belastung aufrechtzuerhalten und den Alltag der Einsatzkräfte spürbar zu erleichtern.
Gespendete Hilfsgüter
Geburtsklinik des Kinderkrankenhauses Mykolaiv
Beim letzten Transport im April lieferten wir dem städtischen Krankenhaus Mykolaiv essentielles Beatmungsmaterial, das von dort an die Geburtsklinik des Kinderkrankenhauses weitergegeben wurde, da dieses dringend darauf angewiesen war. Bei unserem diesjährigen Besuch konnten wir die Klinik besichtigen und mit eigenen Augen sehen, wie dieses Material eingesetzt wird.
Die Stationsleitung führte uns durch die Klinik und zeigte uns ein Neugeborenes, das nach ihrer Aussage nur dank dem weitergegebenen Beatmungsmaterial am Leben ist. Genau dafür machen wir das. Solche Momente sind der beste Lohn für uns und wir sind tief dankbar, dass wir helfen können.
Was uns die Ärzte darüber hinaus berichteten, hat uns tief bewegt. Rund 30 Prozent aller Kinder kommen in Mykolaiv mit gesundheitlichen Problemen zur Welt. Die Ursache sehen sie im chronischen Stress der Eltern. Tägliche Raketen- und Drohnenangriffe belasten die gesamte Bevölkerung, besonders aber schwangere Frauen. Die Folgen davon tragen die Kinder.
Mykolaiv liegt wenige Kilometer von der Frontlinie entfernt. Dass hier Kinder zur Welt kommen und dass das medizinische Personal alles daran setzt, sie am Leben zu erhalten, verdient jeden nur möglichen Einsatz. Wir werden diese Klinik weiter unterstützen.
Region Kherson
Kinderkrankenhaus und städtisches Krankenhaus Kherson
Das Kinderkrankenhaus und das Stadtkrankenhaus Kherson werden regelmässig beschossen. Dennoch arbeitet das medizinische Personal unter dauerhafter Belastung weiter. Dies ist bereits unser dritter Transport für diese beiden Einrichtungen.
Die Lieferung umfasste umfangreiches Verbandsmaterial, OP-Material, chirurgische Instrumente sowie medizinisches Verbrauchsmaterial für den laufenden Betrieb. Dazu kamen Krücken und Gehhilfen, darunter auch Kinderkrücken, was einen deutlichen Hinweis darauf gibt, wen dieser Krieg trifft.
Was viele nicht sehen: Die ukrainischen Fahrer, die die Hilfsgüter in Mykolaiv entgegennehmen und nach Kherson bringen, riskieren dabei ihr Leben. Die Zufahrtsstrassen werden von russischen FPV-Drohnen überwacht, die gezielt auf Krankenwagen und medizinisches Personal Jagd machen. Die Anspannung der Fahrer ist bei jeder Übergabe spürbar. Genau deshalb ist es uns besonders wichtig, dass jede Lieferung so wirkungsvoll wie möglich ist und echten Unterschied macht.
Gespendete Hilfsgüter

Mykolaiv und Region Mai 2026
=> auf das Bild klicken, um die deutsche Übersetzung zu öffnen Link zum Original-Artikel: https://www.up.mk.ua/uk/articles/168054



